Unsere p√§dagogische Arbeit 

Als Kindertagesst√§tte ist uns eine gute Betreuung, F√∂rderung und Forderung der uns anvertrauten Kinder von gro√üer Bedeutung. Wir nehmen jedes Kind mit seinen St√§rken und Schw√§chen wahr und vermitteln ihm seine Einzigartigkeit. Ein vertrauens- und respektvoller Umgang sind die Basis f√ľr eine gute Fachkraft-Kind-Beziehung .
Denn: Nur wenn sich das Kind angenommen und wohl f√ľhlt kann es sich entwickeln und seine F√§higkeiten erweitern.
Durch den t√§glichen Umgang miteinander, die Beobachtungen im Freispiel und einer F√ľlle von angeleiteten Aktivit√§ten machen wir uns ein Bild jeden Kindes und stimmen unser p√§dagogisches Handeln individuell darauf ab.
Wir holen die Kinder somit da ab, wo sie momentan stehen und bieten ihnen eine anregende, abwechslungsreiche Umgebung, um sich in den verschiedensten Entwicklungsbereichen weiter zu entwickeln. Angebote finden sowohl in der Klein- als auch Großgruppe statt.
Unsere w√∂chentlichen AG¬īs bieten den Kindern Raum und Zeit, ihre Interessen und Vorlieben/Talente auszuleben und zu erweitern. Die Kinder entscheiden freiwillig, an welcher AG sie teilnehmen m√∂chten.
Um Defizite in den verschiedensten Entwicklungsbereichen abzubauen werden spezielle Fördergruppen weiter ausgebaut.

Unsere Schwerpunkte
Sprachliche Bildung und Dokumentation


Sprache durchzieht das Handeln der Kinder jederzeit und √ľberall. Sprache ist f√ľr die Kinder der Schl√ľssel zum Entdecken der Welt. Kinder lernen den Satzbau, die W√∂rter und die Grammatik und bauen ihr sprachliches K√∂nnen dabei Tag f√ľr Tag aus.
So k√∂nnen sie mehr √ľber ihre Umgebung und ihre Mitmenschen erfahren. Ebenso hilft es ihnen, die Welt zu verstehen, sich in ihr einzubringen und sie zu gestalten.
Kinder lernen und orientieren sich am Sprachvorbild. Das heißt, dass sie am besten im persönlichen Kontakt, im Dialog, im Handeln und in der Beziehung mit der Familie und Fachkräften in der Kita lernen.
Als Sprach-Kita verfolgen wir das Ziel einer inklusiven, alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Dabei achten wir auf die individuellen Bed√ľrfnisse und Ressourcen eines jeden Kindes.
Sprache bzw. Sprachbildung zieht sich durch unseren gesamten Tagesablauf. Wir begleiten unsere Handlungen sprachlich, schaffen Gespr√§chsanl√§sse, erm√∂glichen Literacyerfahrungen, z.B. durch die t√§gliche Nutzung von B√ľchern und den bewussten Einsatz von Schriftsprache und achten darauf, dass wir eine kindgerechte Sprache benutzen.
Jede Gruppe verf√ľgt √ľber eine p√§dagogische Fachkraft, deren Aufgabe es ist, alle sprachbildungsrelevanten Aufgaben und Informationen der Gruppe zu b√ľndeln. Zudem hat sie unsere internen Zielvereinbarungen, gemeinsam erarbeitete Kommunikationsregeln zwischen Fachkraft und Kind und die sprachanregende Gruppengestaltung im Blick und regt die Mitarbeiter:innen der jeweiligen Gruppe zur Reflexion des eigenen Handelns an. Unterst√ľtzung bekommen diese Mitarbeiter:innen durch die Fachkraft Sprache und die Leiterin. Bei Fragen stehen sie beratend zur Verf√ľgung und geben Fachwissen sowie aktuelle bildungspolitische und wissenschaftliche Neuerungen an die p√§dagogischen Fachkr√§fte weiter. Mehrmals im Jahr finden hausinterne Arbeitskreise statt.
Des Weiteren kooperieren wir mit externen Fachkr√§ften. Fachberatungen, Logop√§den, Phoniatern, etc. und stellen sicher, dass bei Aufgaben, die die M√∂glichkeiten und Handlungsf√§higkeiten der p√§dagogischen Mitarbeiter:innen √ľberschreiten, weitere Handlungsoptionen gefunden werden.

F√ľr die Dokumentation des Sprachstandes der Kinder wenden wir folgende Verfahren an:

‚ÄĘ Eigens konzipierte Entwicklungsdokumentation f√ľr das Alter von 1-6 Jahren
Die Dokumentation wird alle sechs Monate ausgef√ľllt
‚ÄĘ Liseb 1 und 2, f√ľr Kinder ab zwei Jahren
‚ÄĘ Sismek f√ľr Kinder mit einer anderen Muttersprache
‚ÄĘ Seldak
‚ÄĘ Grenzsteine der Entwicklung
‚ÄĘ Bielefelder Screening (BISC) f√ľr die angehenden Schulanf√§nger, um ein m√∂gliches Risiko einer Lese-Rechtschreibschw√§che zu erkennen

Durch die gesammelten und ausgewerteten Ergebnisse mit Hilfe des Dokumentationsverfahren haben wir einen guten √úberblick √ľber den Entwicklungsstand der Kinder. Angelehnt an die Ergebnisse planen wir Angebote und weitere F√∂rderma√ünahmen, um die weitere Sprachentwicklung der Kinder zu unterst√ľtzen.

Um unsere Ziele zu erreichen, arbeiten wir dar√ľber hinaus wie folgt:

‚ÄĘ Bereits bei den Aufnahmegespr√§chen erfragen wir den sprachlichen Hintergrund der Kinder, um beispielsweise der Mehr- bzw. Quersprachigkeit der Kinder entgegenkommen zu k√∂nnen.
‚ÄĘ W√§hrend der gesamten Kindergartenzeit sehen wir die Eltern als wichtigsten Partner unserer Arbeit. Trotz teils langer t√§glicher Verweildauer in der Kita bleibt die Familie der erste Bildungsort des Kindes und die Lebens- und Lernumwelt des Kindes sowie die pers√∂nlichen Erfahrungen und Interessen der Kinder nutzen wir als Ankn√ľpfungspunkte f√ľr unsere t√§gliche Arbeit.
‚ÄĘ Wir legen Wert auf eine gute Bindung und Beziehung der Kinder zu den p√§dagogischen Fachkr√§ften, da Vertrauen eine Grundvoraussetzung f√ľr gute Kommunikation ist und unser Sprachvorbild bei einem guten Verh√§ltnis zu den Kindern besser angenommen wird.
‚ÄĘ Sprachbildung beginnt bereits vor der F√§higkeit erste Worte zu artikulieren. Wir unterst√ľtzen Vorl√§uferf√§higkeiten wie das Experimentieren mit Lauten oder die f√ľr die Aussprache wichtige Mundmotorik (z.B. durch in unserer K√ľche zubereitete Lebensmittel verschiedener Konsistenzen oder den Gebrauch eines Strohhalmes etc.). Erste Kommunikationsstrategien, wie das Zeigen auf einen Gegenstand werden von uns wertgesch√§tzt und sprachlich begleitet.
‚ÄĘ Sprache und Sprachbildung durchzieht unseren gesamten Tagesablauf. Wir begleiten auch allt√§gliche Handlungen sprachlich, schaffen Gespr√§chsanl√§sse, nutzen andere Bildungssituationen wie beispielsweise das Backen eines Kuchens zur Kommunikation, Wortschatzerweiterung und Literacyerfahrungen durch die Nutzung eines Rezeptes / Kochbuches.
‚ÄĘ Wir benutzen kindgewandte Sprache, d.h. eine vom jeweiligen Sprachstand des Kindes abh√§ngige Sprache, die z.B. Satzstrukturen unterschiedlicher Komplexit√§t verwendet, um eine gelingende Kommunikation zu gew√§hrleisten, aber den Kindern auch neue Herausforderungen zu bieten.
‚ÄĘ Wir geben der Quersprachigkeit der Kinder Raum, indem wir auch die Familiensprachen der Kinder beispielsweise in Liedern oder durch B√ľcher h√∂r- und sichtbar machen und den Gebrauch der Familiensprache wertsch√§tzen. Auch einsprachig aufwachsende Kinder erhalten so metasprachliche Kompetenzen.
‚ÄĘ Wir legen Wert auf die Vermittlung von Sprachkompetenzen der deutschen Sprache, da diese in unserem Kulturraum sowohl als Umgangs- als auch als Amtssprache genutzt wird.
‚ÄĘ Wir nutzen verschiedene Medien wie beispielsweise H√∂rspiel-CDs, B√ľcher, Kamishibai etc., um die Lust der Kinder an Sprache und deren unterschiedlicher Verwendung zu f√∂rdern. Dabei achten wir inhaltlich darauf, dass sich verschiedenste Lebenswelten, besondere Lebenssituationen oder andere Kulturen wiederfinden.
‚ÄĘ Den individuellen Sprachstand der Kinder √ľberpr√ľfen wir regelm√§√üig und planen in Kooperation mit den Eltern und gegebenenfalls externer Fachkr√§fte wie bspw. Logop√§den individuelle F√∂rderma√ünahmen.
‚ÄĘ F√∂rderma√ünahmen werden m√∂glichst in den Alltag integriert und finden je nach Bedarf sowohl mit der Gesamtgruppe (bspw. durch ausgew√§hlte Lieder, Fingerspiele, B√ľcher etc. w√§hrend der Abschlusskreise) als auch in Kleingruppen und in 1:1 Situationen statt.

Folgende strukturelle Rahmenbedingungen helfen uns, den Schwerpunkt Sprache nicht aus den Augen zu verlieren:

‚ÄĘ Die individuelle die Sprache betreffende Situation der Kinder behalten wir im Blick durch schriftlich festgehaltene Kurzbeobachtungen, die bei uns verwendeten allgemeinen Beobachtungsverfahren, die neben der Sprache auch beispielsweise die f√ľr die Sprachentwicklung wichtigen Wahrnehmungs- und Sozialkompetenzen ber√ľcksichtigen und die speziellen Sprachbeobachtungsverfahren liseb, sismik und seldak. Erg√§nzt werden diese durch die R√ľckmeldung der Eltern bei T√ľr- und Angelgespr√§chen und Elternsprechtagen.
‚ÄĘ W√§hrend des letzten Kindergartenjahres f√ľhren wir das Bielefelder Screening (BISC) durch, welches ein m√∂gliches Risiko einer sp√§teren Lese- Rechtschreibschw√§che bei den Kindern erkennen kann. Um einem m√∂glichen Risiko entgegenzuwirken, f√ľhren wir mit den Kindern anschlie√üend √ľber einen festgelegten Zeitraum das Programms H√∂ren, Lauschen, Lernen durch.
‚ÄĘ Jede Gruppe verf√ľgt √ľber eine p√§dagogische Fachkraft, deren Aufgabe es ist, alle sprachbildungsrelevanten Aufgaben und Informationen der Gruppe zu b√ľndeln. Ihre Aufgabe ist es auch, unsere Zielvereinbarungen, gemeinsam erarbeitete Kommunikationsregeln oder die sprachanregende Gruppengestaltung im Blick zu haben und die Mitarbeiter:innen der Gruppen zur regelm√§√üigen Reflexion anzuhalten.
‚ÄĘ Die Fachkraft Sprache kooperiert eng mit diesen Fachkr√§ften, steht bei Fragen beratend zur Verf√ľgung und gibt Fachwissen sowie aktuelle bildungspolitische und wissenschaftliche Neuerungen an die p√§dagogischen Fachkr√§fte weiter.
‚ÄĘ Durch die Kooperation mit externen Fachkr√§ften wie beispielsweise Fachberatungen, Logop√§den, Phoniatern, etc. stellen wir sicher, dass auch bei Aufgabenstellungen, die die M√∂glichkeiten und F√§higkeiten der p√§dagogischen Mitarbeiter:innen √ľberfordern eine Handlungsoption gefunden werden kann.
‚ÄĘ Mit fortlaufender Konzeptionsarbeit und Ma√ünahmen des Qualit√§tsmanagements √ľberpr√ľfen wir regelm√§√üig unsere Arbeit und entwickeln Ma√ünahmen und Ideen, um unserem Ziel gerecht zu werden.

Bewegungserziehung

F√ľr Kinder ist die Welt eine Bewegungswelt, die voller interessanter M√∂glichkeiten steckt. Sie reizt zur Erprobung der eigenen Kr√§fte und bietet viele Gelegenheiten, die eigenen F√§higkeiten zu erweitern und sich ein Bild von sich selbst und der Umwelt zu machen. Bewegung ist Ausdruck der Vitalit√§t und Lebensfreude von Kindern. Sie rennen und schaukeln, springen und klettern, balancieren und krabbeln, wo immer sie dazu Gelegenheit bekommen. Dies tun sie aus Lust an der T√§tigkeit und den damit verbundenen Empfindungen, aber auch aus Interesse an den Dingen und Objekten, die sie umgeben.

K√∂rperliche Bewegung ist auch ein Grundbaustein f√ľr das Erlernen der Sprache. Zuerst kommt das k√∂rperlich-sinnliche Erkunden, dann folgt die sprachliche Begleitung. Die Dinge, die das Kind durch Bewegung erf√§hrt, kann es sp√§ter in abstraktes Denken umsetzen.
Über Bewegung und Spiel setzen sich Kinder mit ihrer Umwelt auseinander, versuchen auf sie einzuwirken, sie zu be-greifen und zu verändern. Auch der Wortschatz der Kinder wird um Begriffe erweitert, die den eigenen Körper und Bewegungsvokabeln (laufen, springen aber auch langsam, schnell) angeht.

Mit ihrem K√∂rper gewinnen Kinder Erkenntnisse √ľber die Beschaffenheit ihrer Umwelt, √ľber Gegenst√§nde und deren spezifischen Eigenschaften ‚Äď diese Erfahrungen sind eng an die Bewegung gebunden. Nur durch Bewegung k√∂nnen Kinder sich ein Bild davon machen, wann, warum und wie ein Ball springt, rollt oder fliegt und wie sie dies beeinflussen k√∂nnen.
Bewegung ist somit ein wichtiges Mittel f√ľr die Erfahrung und Aneignung der Wirklichkeit und bietet vielf√§ltige Gelegenheiten, etwas √ľber sich selbst und die anderen, √ľber die soziale und materielle Umwelt zu lernen. √úber die Kenntnisse, die das Kind mit seinem K√∂rper gewinnt, entwickelt es ein Bild von den F√§higkeiten, es macht die Erfahrung K√∂nnen und Nicht-K√∂nnen, von Erfolg und Misserfolg, von seiner Leistungsf√§higkeit und seinen Grenzen.
Kinder erleben durch ihre körperlichen Aktivitäten, dass sie selbst imstande sind, etwas zu leisten, ein Werk zu vollbringen, dass sie mit ihren Handlungen etwas bewirken können.
Dies ist die Voraussetzung f√ľr Selbstvertrauen und f√ľr ein positives Selbstwertgef√ľhl.

Bewegung eröffnet also die Möglichkeiten der Begegnung mit der Welt, der Einsicht in Zusammenhänge, der Erkenntnis von Ursache und Wirkung. All dies bedarf vor allem bei Kindern das unmittelbare Tun und der Selbsttätigkeit.

Da sich dies durch alle Bildungsschichten zieht, ist es f√ľr uns von gro√üer Bedeutung, den Kindern viel Platz und Freiraum f√ľr ihr eigenes Tun zu geben, um selbst Erfahrungen sammeln zu k√∂nnen. Sie bekommen Hilfestellung bei der Bew√§ltigung neuer Aufgaben und werden immer wieder ermutigt und erhalten Zuspruch, in dem, was sie tun.
Unsere p√§dagogische Arbeit sehen wir darin, die Kinder bei diesem Tun sprachlich und unterst√ľtzend zu begleiten. So stehen wir z.B. einem Kleinkind helfend zur Seite, wenn es versucht den Turnkasten zu erklimmen und heben es nicht hinauf. Der Mittagstisch darf eigenst√§ndig eingedeckt und die T√ľr zum Au√üengel√§nde mit dem Schl√ľssel ge√∂ffnet werden.

Wir stellen immer wieder interessante Materialien zur Verf√ľgung (sowohl im Freispiel als auch beim angeleiteten Turnen), so dass die Kinder Erfahrungen sammeln und sich mit unbekannten Materialien auseinandersetzen k√∂nnen. So darf am Ende einer Turnstunde etwas aus der Erbsenwanne gefischt oder im Freispiel auf einem Spiegel mit Rasierschaum gemalt werden. Sinnes- und K√∂rpererfahrungen sind hier ein besonderes Merkmal.
Der Bewegungsraum, die Eingangshalle und unser Au√üengel√§nde stehen den gr√∂√üeren Kindern zeitweise auch ohne st√§ndige Kontrolle zur Verf√ľgung, so dass sie viel Platz f√ľr Bewegung haben und ihre erlernten F√§higkeiten selbst erproben k√∂nnen.
Allt√§gliche Situationen werden von uns genutzt, um die Kinder zur Bewegung zu animieren. Im Eingangsbereich werden die Kinder z.B. durch aufgeklebte F√ľ√üe auf dem Boden animiert h√ľpfend ein- und auszugehen (manchmal sehen wir auch Eltern hier h√ľpfenūüėČ).
Treppen sind mit Zahlen versehen, um Bildungsbereiche miteinander zu verkn√ľpfen.
Über die alltägliche Bewegungserziehung hinaus finden folgende Angebote statt:

‚ÄĘ angeleitete Turnstunde einmal pro Woche f√ľr jedes Kind
‚ÄĘ Tanz- und Fu√üball-AG f√ľr die 4-6j√§hrigen
‚ÄĘ Aerobictreff
‚ÄĘ KinderSportAbzeichen mit allen Kindern ab einem Jahr
‚ÄĘ Soester Stadtlauf
‚ÄĘ Organisation eines Fu√üballturnieres mit Soester Kitas
‚ÄĘ Kooperation mit dem SF Soest-M√ľllingsen und LAZ Soest
‚ÄĘ Regelm√§√üige Nutzung des Au√üengel√§nde
‚ÄĘ Spazierg√§nge, Erkundungen des Umfeldes
‚ÄĘ Sportliche Angebote f√ľr Eltern,Eltern/Kind
Dies ist nur ein kleiner Einblick, wichtig ist uns jedoch bei all unserem Handeln der treffende Spruch von Konfuzius, der sagt:


Musikalische Fr√ľherziehung

Die Kinder erleben mit Hilfe von Singsangversen, Reimen und Bewegungsliedern eine Art der Kommunikation, die ihnen erfahrbar macht, dass Sprache einen Klang und eine Melodie hat, laut und leise, schnell und langsam, hoch und tief sein kann.
Sie lernen, mit ihrer Stimme zu experimentieren, sowie mit Lautst√§rke und Stille umzugehen und entwickeln ein Gef√ľhl f√ľr Rhythmus und Tempo.
Durch diese musikalischen Erfahrungen erweitern die Kinder ‚Äěganz nebenbei‚Äú und mit Freude ihren Sprachschatz und verbessern ihre Ausdrucksm√∂glichkeiten.

Musik weckt diese Bewegungslust und regt zu vielfältigen fein- und grobmotorischen Erfahrungen an:

‚ÄĘ In unserer Tanz-AG wird beim angeleiteten Tanz das Gleichgewicht und das K√∂rpergef√ľhl der Kinder gef√∂rdert, sie lernen spontan auf Musik zu reagieren und lernen so verschiedene Arten der Bewegungsformen kennen
‚ÄĘ In unseren Kreisen bieten eine Vielzahl an Bewegungs- und Spielliedern den Kindern Anregungen zum Stampfen, H√ľpfen, Zappeln und Tanzen
‚ÄĘ Im Freispiel haben die Kinder die M√∂glichkeit, sich mit CD-Player und Musik zur√ľckzuziehen und dort im freien Tanz neue Formen des K√∂rperausdrucks zu erfahren oder Ruhephasen und Entspannung zu erleben
‚ÄĘ Die Singkreise bieten Raum und Platz und wecken bei den Kindern die Freude an der gemeinsamen Bewegung mit anderen
‚ÄĘ Rhythmik√ľbungen wie Klatschspiele finden sich in allen bereits genannten Kreisen wieder

Hier nur ein paar Beispiele, wie wir durch Musik die Sinneswahrnehmung der Kinder fördern:

‚ÄĘ Wir setzten in den Kreisen Lieder und Fingerspiele zur F√∂rderung des Spracherwerbs und des auditiven Ged√§chtnisses ein
‚ÄĘ Wir gestalten aktiv mit den Kindern Klanggeschichten und lassen sie so unterschiedliche Klangereignisse wie laut ‚Äď leise, lang ‚Äď kurz, hell ‚Äď dunkel erleben
‚ÄĘ Mit Fingerspielen sowie Tanz- und Bewegungsspielen f√∂rdern wir die Auge-Hand-Koordination
‚ÄĘ Wir stellen mit den Kindern Liedplakate mit selbstgestalteten Illustrationen her
‚ÄĘ Wir probieren mit den Kindern zur Musik kreative Gestaltungsformen aus (z.B. Malen nach Musik)
‚ÄĘ Wir singen Lieder die anregen, die Ber√ľhrungen anderer zuzulassen (Streicheln, Kitzeln, etc.), aber auch an andere weiterzugeben
‚ÄĘ In Fantasiereisen und Entspannungs√ľbungen lassen wir die Kinder bewusst Anspannung und Entspannung erleben

Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf:

‚ÄĘ Eine vielf√§ltige und altersgem√§√üe Liedauswahl
‚ÄĘ Lieder, die Freude an der Bewegung wecken
‚ÄĘ Eine Anpassung der Lieder an die kindliche Stimme (hohe Tonlage)
‚ÄĘ Die Einbeziehung rhythmischer Instrumente

Unsere Einrichtung verf√ľgt zudem √ľber ein eigenes Klavier.
Wir sehen das Singen und die Musik als Zugang zur Sprache f√ľr alle Kinder, egal welchen Alters, welcher Herkunft, welchen Entwicklungsstandes. Musik animiert Erwachsene und Kinder gleicherma√üen, Spa√ü zu haben, sich auf ihre Art und Weise zu beteiligen, sich als Teil der Gruppe zu sehen. Kinder k√∂nnen sich entsprechend ihrer M√∂glichkeiten einbringen, sich bewegen, mitsingen oder einfach nur zuh√∂ren und Freude versp√ľren. Durch den Einsatz von Liedern in anderen Sprachen erfahren die Kinder und Familien Wertsch√§tzung ihrer Muttersprache und Vielf√§ltigkeit.

Ausgewogene Ernährung

Die Aufenthaltsdauer von Kindern in Tageseinrichtungen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erh√∂ht. Die t√§gliche Betreuungszeit umfasst bei der Mehrzahl der Kinder √ľber sechs Stunden.
Somit stellt nicht nur die Familie in den ersten Lebensjahren ein zentrales Lebensumfeld der Kinder dar, sondern auch die Tageseinrichtung.
Die Mitarbeiter:innen √ľbernehmen vermehrt traditionelle, famili√§re Aufgaben. So wird beispielsweise von vielen Kindern das Fr√ľhst√ľck und Mittagessen in der Kita verzehrt. In unserer hauseigenen K√ľche wird dieses t√§glich frisch von einer K√∂chin zubereitet. Durch die verschiedenen Kulturen wird auch in der K√ľche darauf geachtet, interkulturelles Essen anzubieten. Anregungen (gerne mit Rezept) nationaltypischer Speisen nehmen wir gerne von Eltern entgegen. Auch Besonderheiten der Kulturen (z.B. kein Schwein oder kein Rind) oder individuelle Einschr√§nkungen z.B. aufgrund von Nahrungsmittelallergien, ber√ľcksichtigt unsere K√∂chin und bereitet gegebenenfalls ein Alternativgericht zu.
Beim Bringen in die Einrichtung schauen viele Kinder bereits das erste Mal bei Fr. Schulte in die K√ľche. Der Duft des Essens, der sich schon im Eingang bemerkbar macht, weckt ihr Interesse und ihre Neugier auf das Mittagessen. Die Mittagsmahlzeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur t√§glichen Versorgung mit N√§hrstoffen. Es ist uns deshalb besonders wichtig, dass die frischen Nahrungsmittel von Lieferanten aus der Region geliefert werden. Fragen zu Inhaltsstoffen, Rezepten oder auch gerne eine R√ľckmeldung zu den Mahlzeiten k√∂nnen Sie gerne direkt mit unserer K√∂chin besprechen.
Begleitet werden die Mahlzeiten in den Gruppen auch sprachlich, indem √ľber verschiedene Tischmanieren, Lebensmittel etc. gesprochen wird.
Wir unterst√ľtzen und f√∂rdern eine gesunde Lebensweise zudem mit regelm√§√üigen Angeboten. Wir gehen mit den Kindern auf den Markt, kaufen z.B. Lebensmittel f√ľr den Obstsalat gemeinsam ein und bieten hauswirtschaftliche Angebote an, bei dem wir sowohl Hygieneregeln mit den Kindern besprechen als auch durch die sprachliche Begleitung der Angebote den Wortschatz der Kinder erweitern und ihnen so z.B. die Namen verschiedener Gem√ľsesorten beibringen.
Einmal im Monat d√ľrfen die Kinder aus einer Auswahl bestimmter Speisen auch ihr Wunschessen √ľber das Kinderparlament w√§hlen und die Kinder der Schlaufuchsgruppe haben aufgrund der in der Gruppe eingerichteten K√ľche auch die Gelegenheit, sich an manchen Tagen ihr Mittagessen ganz selbst zu kochen oder beispielsweise, um einen selbst zusammengestellten Salat oder eine Nachspeise zu erg√§nzen.
Zudem arbeiten wir mit der BARMER Krankenkasse zusammen, die mit Angeboten f√ľr Eltern und Kinder unsere p√§dagogische Arbeit unterst√ľtzt.

Seit 2014 gibt es bei uns ein ausgewogenes Fr√ľhst√ľck, das allen Kindern kostenfrei zur Verf√ľgung steht.
Hierauf sind wir besonders stolz, denn Ungleichheiten und Ausgrenzungen k√∂nnen wir somit komplett verhindern. Wir haben es oftmals erlebt, dass Kinder gern was anderes in ihrer Fr√ľhst√ľcksdose h√§tten, Eltern das Geld f√ľr frisches Obst oder Gem√ľse fehlt und es somit zu Unterschieden unter den Kindern kam. Durch unser Fr√ľhst√ľck k√∂nnen sich alle Kinder ausgewogen ern√§hren und gut ges√§ttigt in den Tag starten.

Auch unser Obstbaumbestand im Au√üengel√§nde sowie der angelegte Gem√ľsegarten tragen zu einer ausgewogenen Ern√§hrung bei, da die ‚ÄěErnte‚Äú frisch verarbeitet werden kann.

Wir sprechen bewusst von einer ‚Äěausgewogenen‚Äú Ern√§hrung, da auch mal Nutella oder eine S√ľ√üspeise auf den Tisch kommt.